Die Gangstrukturen in Lübeck verteilen sich über den gesamten Altstadtbereich. Das starke Bevölkerungswachstum im 14. Jh. bedingte eine Knappheit der Lübecker Bauflächen. Man begann deshalb, die Flächen hinter den Hauptgebäuden zu erschließen, die vorher hauptsächlich als Gärten genutzt wurden. Dort wurden Wohngebäude vorwiegend für ärmere Bevölkerungsschichten gebaut. Die versteckt gelegenen Wohnbereiche wurden Gänge oder Gangviertel genannt.