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Fossilienlagerstätte Grube Messel: UNESCO-Welterbestätte seit 1995
Als eine der reichsten und mit über 40.000 Funden eine der ergiebigsten Säugetier-Fossillagerstätten der Welt, ist die Grube Messel ein einzigartiges Dokument eines Zeitalters der Erde mit dramatischen Veränderungen der Biosphäre.
Sie offenbart die Wunder der Evolution und des Lebens vor etwa 47 Millionen Jahren mit etwa 109 Pflanzenfamilien, 8 Fisch-, 31 Reptilien-, 5 Amphibien-, mehr als 50 Vogel- und über 30 Wirbellosen-Tierarten (besonders Insekten). Menschen jeden Alters und verschiedener Herkunft werden erfasst von der besonderen Atmosphäre dieses Ortes.
Auf Führungen von pädagogisch ausgebildeten Wissenschaftlern können Besucher teilhaben an den Erkenntnissen um eine vergangene Welt, die Ästhetik der Formen und Farben. Sie lassen eine lebendige Welt eines Regenwaldes um einen Maarvulkan-Kratersee bildlich entstehen. Es sind die spektakulären Fossilfunde, mit vollständiger Skeletterhaltung, die durch ihre außergewöhnlich hohe Qualität ein präzises Bild von der Anatomie und Lebensweise der früheren Lebewesen ermöglichen.
Besondere Highlights der Grube Messel sind Säugetierfunde, vor allem Überreste von Urpferdchen. Bisher konnten über 70 Urpferd-Skelette geborgen werden. Die Erhaltung von Mageninhalten und Weichteilen liefern Hinweise auf die Ernährung der Lebewesen und ihre Lebensweise. Die Grube Messel gilt als einzigartiges, besonders artenreiches Fenster in das Leben der Tertiärzeit. Die Fossilfunde in der Fossilienlagerstätte Grube Messel liefern einen Blick in die Entwicklung der Lebewelt vor 47 Millionen Jahren, etwa 13 Millionen Jahre nach dem Aussterben der Dinosaurier. Die Vorläufer heutiger Tiere und Pflanzen faszinieren jeden, der die Spurensuche in die Vergangenheit aufnimmt, zu vielen Arten von Lebewesen, die heute nicht mehr existieren. UNESCO-Welterbestätte: Fossilienlagerstätte Grube Messel.
(Text bereitgestellt durch www.unesco-welterbe.de) |
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